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Unstable Presense

„Unstable Presense“ (sechsteilige Serie) behandelt Portraits, die weniger Personen darstellen als einen Zustand des Seins. In schichtartigen, teilweise verwischten Farbfeldern treten Gesichter hervor, nur um sich im selben Moment wieder zu entziehen. Die Malerei bewegt sich zwischen Figuration und Auflösung und verhandelt die Fragilität von Identität. Das Gesicht – traditionell Träger von Individualität und Ausdruck – wird hier instabil. Licht und Schatten wirken nicht nur modellierend, sondern auch zerstörend: Sie bringen hervor und tilgen zugleich.

Unstable
Presense

I / II

Die Bilder öffnen einen psychologischen Raum, in dem Erinnerung, Wahrnehmung und Selbstbild ineinander übergehen. So wird das Porträt zum Ort des Ungewissen: nicht Abbild eines Menschen, sondern Spur eines inneren Prozesses – flüchtig, verletzlich und nie vollständig greifbar.


Der Stil erinnert an eine Mischung aus expressivem Realismus und zeitgenössischer Porträtmalerei. Sichtbare Pinselstriche, weiche Übergänge und ein bewusst eingesetztes Spiel von Licht und Schatten erzeugen eine emotionale, fast sakrale Wirkung. Die reduzierte Farbpalette wird punktuell durch kräftige Farbakzente ergänzt, was an moderne Interpretationen klassischer Ikonenmalerei denken lässt.

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